Das Geschenk aus dem Nikolaussack

Was ist es, ein leeres Geschenkkästchen. Was hat Er bezweckt damit und warum greife ich in den Sack und nehme eine leere Kiste heraus?

Nun gut, es ist geschehen und ich denke an den alten Spruch, geben ist seliger denn nehmen.

Dann tun sich die nächsten Fragen auf. Was tue ich hinein, wer soll es bekommen?Spontan fallen mir sowohl Personen als auch Geschenke ein .

Ich runzle die Stirn. Sollte es so sein das ich den leeren Karton befülle oder bekommt ihn jemand anders damit er oder Sie etwas für mich hineintut, wenn es schon der Nikolaus nicht tut.

Gedanken hin oder her, ich sollte mich entscheiden. Ach was für ein Mist, hätte ich mal gar nicht hinein gegriffen, denke ich, dann wären mir diese ganzen Überlegungen erspart geblieben.

Es sind ja noch 2 Wochen bis Weihnachten und ich hab noch Zeit zu überlegen wofür ich mich entscheide. Erstmal lege ich die hübsche hellgrüne Schachtel bei Seite.

Tage vergehen und ich hab den ollen Karton schon fast vergessen.

Am Abend sitze ich am Fernsehen und schaue mir die Spendengala für Krebskranke Kinder an. Was würde sich ein solches Kind wünschen, sagt es in meinen Gedanken.

Mir fallen die Worte von meinem Patenkind ein, das vor 4 Jahren an einem sehr aggressiven Krebs erkrankt war. Es war in der Zeit vor Weihnachten als sie und ihre Familie diese Nachricht bekamen.

Auf meine Frage nach ihren Weihnachtswünschen , schaute sie mich nur an.

Ich hätte mir spontan für sie gewünscht das ihre Augen nicht mehr so traurig schauten und sie wieder ihre dunklen, langen Wimpern und die dicken braunen Haare hätte. Das schon die Chemo und alle Nebenwirkungen überstanden wären und das sie als gesund für alle Zeit aus dem Krankenhaus nach Hause durfte.

Doch all das passte nicht in die leere Box.

Dann hörte ich sie sagen, ich hab keine Wünsche . Traurig sah ich sie an, wer konnte es ihr verdenken? Was war noch so wichtig und wünschenswert wenn man nicht wusste ob man in einem halben oder ganzem Jahr noch etwas damit anfangen könnte.

Am Abend hatte ich mich von ihr verabschiedet und war nachdenklich nach Hause gefahren.

Auf dem Schrank stand das kleine, grüne Kästchen mit geschlossenem Deckel.

Ich nahm sie in die Hand und ging in die Küche. Aus der Schublade im Schrank nahm ich einen Bogen Seidenpapier, setzte mich an den Tisch und knuddelte es vorsichtig zusammen um den Boden der Schachtel damit auszulegen. Auf einen passenden Bastelkarton schrieb ich mit einem dicken Stift 4 Buchstaben und legte ihn hinein und beschloss, es mir selbst oder auch jemand anders zu schenken.

Würde mal wieder alles zu viel werden, dann würde ich sie in die Hand nehmen, öffnen und mir oder auch einem lieben Menschen überreichen und das schenken was auf dem Blatt stand

,, Z E I T „

Was gibt es wertvolleres, egal ob man sie schenkt oder geschenkt bekommt?

In diesem Sinne wünsche ich Euch und Euren lieben eine schöne gemeinsame Zeit…. und nicht nur zu Weihnachten …

Bis bald

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